Schneeschuhwandern
Wer einmal den Zauber einer verschneiten Winterlandschaft abseits der Trampelpfade erlebt hat, weiss, dass Schneeschuhwandern weit mehr ist, als querfeldein durch kaltes Weiss zu stapfen: Die Gedanken des Alltags werden still und weichen Gefühlen von Geborgenheit. Natur und Witterung mahnen zu Dehmut und Ehrfurcht, die dem Körper zwar Kraft kostet, umso reicher aber den Geist beschenkt. Sinne früher Tage erwachen und versetzen ein kaum definierbares Lebensgefühl in Schwingung, das man nachher nicht mehr missen möchte.
Und dann die Rückkehr: Eine Tasse Tee oder heisse Schokolade getrunken, und jede Faser des Körpers wird von Tiefenwärme erfasst. Eine seltsame Art von Müdigkeit erfasst den Körper, die einem auf unbeschreibliche Art mit der Welt versöhnt.
Schneeschuhwandern ist schnell erlernt und die Sportartikelindustrie hat dafür gesorgt, dass die von den Völkern des hohen Nordens und der Hochgebirge abgeschauten Gehhilfen bezüglich Gewicht, verwendeter Materialien und Funktionalität perfektioniert wurden. Was für alle Zeiten gleich bleibt:
Gute Ausrüstung (Kleidung, Notausrüstung, Ersatzteile für die Schneeschuhe usw.)
Umsicht bei der Routenplanung (Gehzeiten, Gefahrenstellen usw.)
Richtiges Einschätzen der Schneebeschaffenheit und der Schneehöhen, Erkundigungen einziehen, ob auf der gewählten Route Lawinengefahr gegeben ist
Sonnenschutz und Kälteschutzcreme
Einhalten der Sicherheitsregeln für Bergwandern (siehe auch Stichwort alpines Notsignal)
Richtiges Einschätzen der eigenen Kräfte und jener der Begleiter
Kompass und/oder GPS-Gerät mitnehmen
Rücksichtnahme auf die Fauna und Flora: auf markierten Wegen bleiben, damit die Pflanzen unter dem Schnee keinen Schaden erleiden und damit Wildtiere nicht aufgeschreckt werden – die Notwendigkeit zur Flucht kann im Winter dem Wildtier sehr leicht das Leben kosten!
Touren in unbekanntes Gelände am besten mit einem Wander- bzw. Bergführer unternehmen!
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